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Fitness Lexikon

In diesem Fitness Lexikon finden sich Definitionen und Erklärungen vieler Begriffe aus den Bereichen Sportwissenschaft und Medizin, die in der Fachliteratur und der allgemeinen Presse häufig verwendet werden.

 

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A

ACTH - Adrenocorticotropes Hormon, das im Vorderlappen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet wird, regt die Nebennierenrinde zur Hormonausschüttung an (z.B. Cortisol)

Adipositas - Fettleibigkeit, Fettsucht: übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe, das als hoch verdichteter Speicher von Energie dient. Ein Zusammenhang zwischen zunehmendem Übergewicht und erhöhter Morbidität und Mortalität ist vielfach belegt, wobei dieser bei jüngeren Personen stärker ausgeprägt ist, als bei älteren.
Gängige Routineverfahren zur Beurteilung des Körpergewichts sind die indirekten Verfahren BMI ("body mass index", siehe BMI), der Taillenumfang und die Bestimmung des Quotienten aus Taillen- und Hüftumfang ("waist to hip ratio"). Der Quotient ist ein deutlich besserer Prädiktor für die Entwicklung eines Typ-II Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit als der BMI.
Eine direkte und exakte Bestimmung der Körperkomposition (Magermasse und Fettmasse) ist mit verschiedenen radiologischen Verfahren möglich. Zu nennen sind DEXA (Dual X-ray Absorbtion) und die Computertomographie, die allerdings beide nicht für die breite Anwendung geeinget sind.

Einteilung des Körpergewichts anhand von Taillenumfang und "waist to hip ratio! (WHR)
     
Einteilung Frauen (cm) Männer (cm)
Taillenumfang    
Normalgewichtig < 80 < 94
Übergewichtig 80 - 87,9 94 - 101,9
Adipös > 88 > 102
WHR    
Taillenumfang < 0,8 < 0,9
Normalgewichtig 0,8 - 0,84 0,9 - 0,99
Übergewichtig > 0,85 > 1,0

Tab. 1: Die Messung des Taillenumfangs findet auf halber Höhe zwischen Rippenbogen und Beckenkamm statt. Der Hüftumfang ist definiert, als das größte Maß oberhalb des Gesäß. Die "waist hip ratio" ist der entsprechende Quotient aus Taillen- und Hüftumfang.

Aerober Energiestoffwechsel - Energieliefernde Prozesse, die nur in Anwesenheit von ausreichend Sauerstoff ablaufen (vollständige Fett- und Kohlenhydratverbrennung zu CO2 und Wasser. Sehr effizient, erlaubt Belastungszeiten von mehreren Stunden bei niedrigen bis mittleren Belastungsintensitäten).

Anaerober Energiestoffwechsel - Energieliefernde Prozesse, die ohne Nutzung von Sauerstoff ablaufen (unvollständige Verbrennung, daher sehr ineffizient, erlauben aber kurzfristig sehr hohe Leistungen. Verbrennung von Kohlenhydraten, produziert Laktat).

Aktiver Bewegungsapparat - Umfasst das gesamte Skelett, Muskulatur und die dazugehörigen Sehnen und Bänder.

Anaerobe Schwelle - Belastungsintensität im Übergangsbereich zwischen rein aerober zu teilweiser anaerober Energiegewinnung. Kennzeichnet die maximal mögliche Intensität, wo Laktatproduktion und Laktatabbau im Gleichgewicht stehen (max. Laktat steady state). Diese ist jeweils individuell und abhängig vom sportlichen Training. Daher sollte sie bei entsprechender Zielsetzung im Training regelmäßig neu ermittelt werden.
Es existieren mehrere Verfahren zur Bestimmung der anaeroben Schwelle. Nach dem zuerst beschriebenen Model von Prof. Mader liegt sie bei 4 mmol/l. Weitere Schwellenmodelle berücksichtigen den Ruhelaktatwert oder den individuellen Anstieg der Laktatkurve, um eine individuelle anaerobe Schwelle (IANS) zu bestimmen. Diese weicht unter Umständen etwas von der fixen Mader-Schwelle (4 mmol/l) ab.

Anti-Aging - Maßnahmen zur positiven Beeinflussung des Alterungsprozesses (nicht nur äußerlich, sondern auch biologisch und physiologisch, siehe auch Arteriosklerose, Diabetes, Blutdruck, Cholesterin). Häufig werden mit diesem Begriff vor allem kosmetische Eingriffe (wie ein "Lifting") verbunden. Deutlich kausaler als diese "oberflächlichen" Eingriffe, läßt sich ein gewisses Maß an Jugend mit Hilfe ausreichender und gezielter Bewegung und Training erreichen. Auf Basis einer kompetenten (sport)ärztlichen Beratung kann so die Leistungsfähigkeit im täglichen Leben verbunden mit höherer Lebensqualität deutlich verbessert werden. Auf der Basis verschiedener Untersuchungen ist die Hypothese einer Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen Sport und Krankheitsrisiko zulässig. Mehr moderate Bewegung senkt das Risiko bis zu einem gewissen Grad deutlich stärker. Unter der richtigen Anleitung eines geschulten Trainers und auf der Basis einer sportmedizinischen Untersuchung ist es nie zu spät zu beginnen!

Den geeigneten Sportmediziner und Trainer finden Sie bei interesse über dieses Portal.

Arteriosklerose - Häufigste krankhafte Veränderung der Arterien, gekennzeichnet durch Verhärtung, Verdickung und Elastizitätsverlust. Im fortgeschrittenen Stadium akut lebensbedrohlich. Ausdruck einer Arteriosklerose ist ein erhöhter Blutdruck (= "Hypertonie") Gegenmaßnahmen neben der medikamentösen Therapie ein moderates Ausdauertraining und Ernährungsumstellung.

Arthrose - Degenerative Gelenkerkrankung, die vorwiegend bei einem Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Beschaffenheit bzw. Leistungsfähigkeit der einzelnen Gelenkteile und -Gewebe entsteht. Regelmäßige individuell angepasste Bewegung kann arthrotische Beschwerden verhindern oder lindern. Sollte diese Form der Therapie keinen ausreichenden Effekt erzielen, ist ein operativer Gelenkersatz zur Zeit der Therapiestandard.

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B

BCAA - BCAA steht als Abkürzung für Branched Chain Amino Acids, was übersetzt verzweigt kettige Aminosäuren bedeutet. Medizinische Studien haben belegt, dass sich durch die Einnahme von BCAA's der Muskelabbau verlangsamen lässt. Eine übermäßige Dosierung kann zu Nebenwirkungen führen. Beim Überschreiten der angegebenen Tagesdosis können Magen - und Darmbeschwerden, insbesondere Durchfall auftreten

Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) - ist eine Analyse zur Bestimmung des Körperfettanteils und weiterer Kompartimente mittels elektrischer Wechselstromimpulse.
Mit einem Schwachstrom wird dabei über zwei Elektroden ein elektromagnetisches Feld im Körper aufgebaut. Über zwei weitere Elektroden im Inneren dieses Feldes an markanten Körperstellen platziert, werden der Spannungsabfall und die Phasenverschiebung der Signalspannung abgemessen.

Blutdruck - Der in Blutgefäßen und Herzkammern herrschende Druck, der die Blutzirkulation bewirkt und abhängig von Herzleistung und Gefäßwiderstand (z. B. Elastizität der Gefäßwand) ist. Gemessen wird der Blutdruck in er Einheit mmHg (=Milimeter Qucksilbersäule). Angegeben werden dabei immer zwei Werte: Der höhere Wert ist der systolische Druck (Systole), der niedrigere der diastolische Druck (Diastole). Der erste entspricht dem Druck der während der Auswurfphase des Herzens, der Kontaktion des Herzmuskels, entsteht. Der untere diastolische Wert wird durch die großen herznahen Gefäße aufgebaut, die ihre während der Systole einen Teil des Drucks in ihren elastischen Fasern gespeichert haben. Während der Diastole füllen sich die linke und rechte Herzkammer, bevor ein Teil der Füllung in der folgenden Systole wieder ausgeworfen wird. Dieses Volumen bezeichnet man als Ejektionsfraktion (abgekürzt EF).

Body-Mass-Index - Abgekürzt BMI, wird berechnet aus Körpergewicht (gemessen in kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (gemessen in m). Index zur Beurteilung des Körpergewichtes.

Beurteilung des Körpergewichts anhand des Body Mass index (BMI)
     
Definition BMI (kg/m2) Risiko von Komorbidität
Untergewicht < 18,5 Niedrig1)
Normalgewicht 18,5 - 24,9 Durchschnittlich
Übergewicht 25 - 29,9 Leicht erhöht
Adipositas > 30  
  • Schweregrad 1
  • Schweregrad 2
  • Schweregrad 3
30 - 34,9
35 - 39,9
> 40
Mäßig erhöht
Stark erhöht
Extrem erhöht

Tab. 1: Übersicht der Gewichtsbeurteilung an Hand des BMI.
1) Erhöhtes Risiko für respiratorische und zerebrovaskuläre Erkrankungen

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C

Cardiotraining - Bezeichnet das Training des Herz-Kreislaufsystems, hauptsächlich durch Ausdauersportarten. Diese Trainingsform entspricht einem aeroben Grundlagenausdauertraining mit geringen Laktatspiegeln im Blut.

Cholesterin - Wird vom Körper selbst gebildet wie auch mit der Nahrung (v. a. tierischen Fetten) aufgenommen und ist ein wichtiger und notwendiger Baustein bei der Herstellung vieler Hormone. Es gilt in hohen Konzentrationen (dauerhaft >220mg/dl) als signifikanter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten, wobei auf das Verhältnis vom so genannten "guten Cholesterin", dem HDL (high density lipoprotein) zum LDL (low density lipoprotein) geachtet werden muss. (HDL >35 mg/dl, LDL <150 mg/dl). Hohe LDL Spiegel im Blut sind ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und damit langfristig mit für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Beeinflußt werden kann der Cholesterinspiegel durch eine Anpassung der Ernährung und eine Veränderung des Bewegungsverhaltens. Weiterhin ist eine medikamentöse Therapie möglich (Stichwort "Statine").

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D

Dehydrierung - Abnahme des Körperwassers, verursacht durch gesteigerte Wasserabgabe (z.B. starkes Schwitzen) ohne ausreichende Neuzufuhr. Dadurch werden die Fließeigenschaften des Blutes leistungsmindernd verschlechtert. Starke Dehydrierung (auch: Dehydratation) kann zu Kreislaufversagen führen. Eine deutliche Leistungsverschlechterung bei sportlicher Betätigung ist schon ab einem Wasserverlust von 2% des Körpergewichtes möglich.

Diabetes mellitus - Zuckerkrankheit, beruht auf Insulinmangel oder gestörter Insulinsensitivität und führt somit zur Störung einiger Stoffwechselprozesse. Der am häufigsten auftretende sog. Typ II-Diabetes kann eine Folge von Fehlernährung und Bewegungsmangel sein. Der Diabetes Typ I ist hervorgerufen durch eine Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen (Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse) durch den Körper selbst. Bei einem Typ II Diabetes stellen Ausdauer- und Krafttraining eine wichtige therapeutische Säule dar, die leider häufig nicht ausreichend genutzt wird.

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E

Ergometrie - Messung der körperlichen Leistung unter dosierbarer Belastung mit einem Ergometer sowie Ermittlung von verschiedenen Parametern der Herz-Kreislauf-Funktionen.

Essentielle Aminosäure - Aminosäuren, die ein Organismus nicht selbst herstellen kann, heißen essentielle Aminosäuren und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Menschen sind Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle Aminosäuren. Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in bestimmten Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden, z. B. während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Die übrigen Aminosäuren werden entweder direkt synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen. Methionin kann zu einem Großteil aus Cystein synthetisiert werden. Für Kinder ist zusätzlich zu den generell essentiellen Aminosäuren Tyrosin essentiell, da in diesem Lebensalter die Körperfunktion zu dessen Herstellung noch nicht ausgereift ist. Es gibt auch Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel beeinträchtigen, dann müssen unter Umständen eigentlich nicht-essentielle Aminosäuren dennoch mit der Nahrung aufgenommen werden.

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F

Fettstoffwechseltraining - Bezeichnet ein sehr niedrig intensives Training zur Optimierung der Fettstoffwechselfähigkeiten der Muskulatur. Dies ist die notwendige Grundlage, um darauf aufbauend im höher intensiven Bereich noch Fette verbrennen zu können. Nur so können bei lang andauernden Ausdauerbelastungen (Marathon) auch bei Wettkampfgeschwingikeit noch Fette zur Energiegewinnung herangezogen werden.

Fettverbrennungstraining - Intensiveres Training mit prozentual reduziertem Anteil der Fette an der Energiebereitstellung. Absolut gesehen werden aber mehr Kalorien verbrannt.

Flüssigkeitshaushalt - Bezeichnung für die Vorgänge der Wasseraufnahme, Wasserverteilung und Wasserabgabe des menschlichen Körpers.

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G

Glutamin - Glutamin ist die Aminosäure mit der höchsten Konzentration in den Muskelzellen des Menschen. Sie ist vor allem für die Wassereinlagerung in die Zelle verantwortlich und bewirkt bei körperlicher Belastung eine Vergrößerung des Zellvolumens. Die Vergrößerung des Zellvolumens wertet der Körper als anaboles Signal, wodurch die Protein und Glykogenbildung gefördert wird. Glutamin wirkt nicht nur anabol sondern zusätzlich antikatabol, indem es bei körperlicher Anstrengung einem Abbau von Muskelgewebe entgegen wirkt. Ebenso verbessert sich die körperliche Regenerationsfähigkeit während des Schlafes. Bei andauernder und starker körperlicher Belastung benötigt der Körper mehr Glutamin als er selbst bilden kann. Dies versucht der Körper zu kompensieren, indem er versucht, aus anderen Aminosäuren Glutamat herzustellen. Einem Glutamatmangel kann aber auch von außen durch Supplemente entgegen gewirkt werden. Auch über die Nahrung ist die Aufnahme von Glutamat möglich.

Glykogen - Eine Form des Zuckers (Vielfachzucker), welches die Speicherform der Kohlenhydrate darstellt. Es findet sich vor allem in der Leber und der Muskulatur. Bei intesiven Ausdauerbelastungen mit nahezu 100%iger Kohlenhydratnutzung reichen die gespeicherten Vorräte eines durchschnittlich trainierten Sportlers für eine Bealstungszeit von max. 60-90 Minuten.

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H

Herzfrequenz - Akürzung HF oder auch einfach Puls; Angabe der Zahl der Herzschläge pro Minute (bei vielen Geräten auch bpm: "beats per minute"), abhängig von Lebensalter, Geschlecht, sportlichem Trainingszustand, Körpertemperatur, Stress und verschiedenen Umweltfaktoren.

Herzfrequenzvariabilität - Messung des zeitlichen abstandes zwischen zwei aufeinander folgenden Herzschlägen in Millisekunden. Über den Grad der zeitlichen Veränderungen können Aussagen über den individuellen Trainingszustand abgeleitet werden. In vielen Polar-Modellen als sog. "Own Zone" integriert. nach aktuellen Studien ist dieses Verfahren einer Spirometrie oder einer Laktat Analyse in der Genauigkeit jedoch deutlich unterlegen.

Hungerast - Plötzlicher Leistungsabfall, bei sportlicher Belastung, der auf das Aufbrauchen der Kohlenhydratreserven des Körpers zurückzuführen ist.

Hypertonie - Erhöhter Blutdruck
Eingeteilt wird ein erhöhter Blutdruck nach der WHO/ISH-Klassifikation (1999)

Kategorie Systolischer Blutdruck Diastolischer Blutdruck
Optimal < 120 < 80
Normal < 130 < 85
Hoch-normal 130-139 85-89
     
Grad I Hypertonie (mild) 140-159 Oder 90-99
Untergruppe Borderline 140-149 90-94
Grad II Hypertonie (moderat) 160-179 100-109
Grad III Hypertonie (schwer) >/= 180 >/= 110
Isolierte systolische Hypertonie >/= 140 und < 90
Untergruppe Borderline 140-159 und < 90
Linß G Journal für Hypertonie 2003; 7 (1): 11-18    

Der systolische Blutdruck entspricht dem...

Hypertrophie - Vergrößerung von Geweben oder Organen (z. B. Muskelzuwachs)

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K

Kreatin - Kreatin als Nahrungsergänzung: Um die Vorräte des Energieträgers ATP so einfach und schnell wie möglich zu erneuern, verwenden die Muskeln hauptsächlich Kreatin. Die Kreatinmenge in den Muskeln spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von intensiven körperlichen Anstrengungen. Bei Männern enthalten die Muskeln im Ruhezustand ungefähr vier Gramm Kreatin pro Kilogramm Muskelmasse. Diese Vorräte können durch eine kurzzeitige zusätzliche Kreatineinnahme erhöht werden. Eine "Nebenwirkung", die in der wissenschaftlichen Literatur erfasst ist, ist eine mögliche Gewichtszunahme um ein bis zwei Prozent, je nach Person. Diese Gewichtszunahme resultiert aus der Einbehaltung von Wasser in den Muskelzellen. Für Bodybuilder ist das ein wünschenswerter Nebeneffekt, da der Muskel größer wird, außerdem berichten viele Bodybuilder über eine Kraftzunahme, dies gilt jedoch als umstritten.
In der Medizin wird Kreatin gelegentlich bei der Behandlung von Muskeldystrophie zur Verbesserung des Muskelstoffwechsels eingesetzt.

Koronare Herzkrankheit - Folge von Durchblutungsstörungen im Bereich der Herzkranzgefäße. Hauptursache für Herzinfarkt. Eine vielzahl wissenschatlicher Studien stellen neuerdings eine frühe und konsequente Bewegungstherapie auf eine Ebene mit einer medikamentösen Therapie und einem therapeutischen Einsatzes eines Stents ( = "Platzhalter" der ein Gefäß von innen offen hält).

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L

Laktat - Salz der Milchsäure; Laktat ist das Endprodukt der Glykolyse und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Glukose. Dies ist der Fall, wenn der Muskulatur bei körperlicher Leistung nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Die Laktatkonzentration steigt z. B. bei intensiver Muskelarbeit stark an (siehe Energiestoffwechsel). Gemessen wird es in mmol/l - ausgesprochen Mili-Mol pro Liter.

L-Carnitin - Carnitin beteiligt sich am Transport der Fettsäuren über die Mitochondrienmembran, da die Fettsäuren allein keinen Zutritt finden. Die Fettsäuren werden dann im Mitochondrium im Rahmen des aeroben Energiestoffwechsels oxidativ abgebaut (Beta-Oxidation). Wird eine Körpergewichtsabnahme mittels Sport und Diät angestrebt, wird Carnitin mitunter als Ergänzung empfohlen, um einen besseren Umsatz der Fettsäuren zu erreichen, da der Stoffwechsel bei Übergewichtigen i. d. R. nicht an die körperliche Leistung angepasst ist. Gesunde Menschen, die normale Carnitin-Spiegel besitzen, profitieren jedoch nicht von einer Supplementierung (Nahrungsergänzung), da sich die Carnitinkonzentration im Muskel an sich nicht verändert.

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M

Magnesiummangel - Magnesiummangel ist die beim Sportler am häufigsten auftretende Elektrolytstörung. Die normale Magnesiumkonzentration im Blut liegt bei 0,76-1,10 mmol/l. Ausgeprägte Symptome treten meist erst bei Konzentrationen unter 0,45 mmol/l auf. Der allergrößte Teil des Magnesiums, ca. 99%, befindet sich innerhalb der Zellen und nur 1% zirkuliert im Blut. Die einfache Magnesiumbestimmung im Blut ist häufig zu ungenau und ein Magnesiummangel nicht diagnostiziert. Genauer ist der Magnesium-Loading Test: 0,1 mmol Mg/kg i.v., 48 Stunden Sammelurin auf Mg Ausscheidung testen.
Magnesium ist ein wichtiger enzymatischer Kofaktor bei über 300 Stoffwechselvorgängen. Dabei ist es im Rahmen der Energiegewinnung auch bei der zellulären Traubenzuckeraufnahme beteiligt und somit im Fall eines Mangels Grund für eine Leistungsminderung des Sportlers.
Bei Belastung wird zusätzliches Magnesium aus dem Extrazellulärraum (Blut) nach intrazellulär verschoben.

Symptome bei Magnesiummangel
Muskelschwäche, Neigung zu Muskelkrämpfen, Tremor
Kopfschmerzen
Verwirrtheit
Appetitlosigkeit, Übelkeit
Herzrhythmusstörungen
Müdigkeit und Schlaflosigkeit

Tab.1: Symptome bei Magnesiummangel

Ursachen eines Magnesiummangels
Erhöhter Bedarf, z.B. bei Sport
Erhöhter Verlust über die Niere (Diuretika, Durchfall, Schweiß)
Verminderte Aufnahme über die Ernährung

Tab.2: Ursachen eines Magnesiummangels

Maximales Laktat Steady-State - siehe anaerobe Schwelle

Maximale Sauerstoffaufnahme - Menge an Sauerstoff, die maximal während einer Bealstung vom Körper aufgenommen und umgesetzt werden kann.

Metabolismus - Gesamtheit der Vorgänge des Stoffwechsels, Aufbau, Abbau und Umwandlung von Nährstoffen.

Mitochondrien - Die "Kraftwerke" der Zelle. Dort findet die aerobe Energiegewinnung des Körpers statt.

Muskelkater - Durch Überlastung entstehende mikroskopische Risse im Muskelgewebe, die Entzündungen und Schmerzen hervorrufen. Muskelkater ist eine Vorstufe von Zerrungen oder Muskelfaserrissen und somit als eine Sportverletzung zu betrachten. Bei anschließender Regeneration durch Schonung der betroffenen Muskulatur, durchblutungsfördernde Maßnahmen, Reha-Training und viel Trinken ist vollständige "Heilung" zu erwarten.

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Omega-3 Fettsäuren - Sind eine spezielle Gruppe innerhalb der ungesättigten Fettsäuren. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren. Die Bezeichnung stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als "Vitamin F" bezeichnet. Für den Menschen sind Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig (essenziell). Der Körper kann sie selbst nicht bilden, weshalb sie regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Besonders Seefische wie Makrele, Sardine, Sardelle oder Thunfisch liefern die langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Gemäß der Ernährungstradition zählen in vielen südeuropäischen Ländern diese Fische zu einer abwechslungsreichen Speiseplangestaltung. Bislang wurde auch eine Gesundheitsschützende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren in vielen epidemiologischen Studien belegt. Sie wirken vor allem antithrombotisch und können Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen, da folgende Wirkungen im Einzelnen nachgewiesen wurden:

  • Senkung des Fibrinogenspiegels und Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • Senkung des Gehalts an Blutfetten (Triglyceriden) und damit eine Vorbeugung der "Arterienverkalkung" (Arteriosklerose)
  • Bildung Gefäß erweiternder Gewebshormone (Eicosanoide)
  • Steigerung der Flexibilität von Zellmembranen
  • Senkung des Blutdrucks
  • Verminderung des Risiko für den plötzlichen Herztod (antiarrhythmische Effekte)
  • Steigerung der Wirksamkeit weißer Blutkörperchen (Leukozyten) auf Entzündungsreaktionen
  • Risikosenkung einer möglichen Erkrankung an Alzheimer
  • Behandlung von Depressionen

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P

Präventiv - Vorbeugend meist gesundheitlich vorbeugende Maßnahmen, um Krankheiten und negative Veränderungen zu vermeiden.

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R

Respiratorischer Quotient - Beschreibt das Verhältnis (zu einem Verhältnis gehören immer zwei; Verhältnis zu was?) von ausgeatmetem o2 (hier würde ich Sauerstoff ausschreiben) Erlaubt Rückschlüsse auf die Menge und das Verhältnis an verbrannten fetten und Kohlenhydraten.

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S

Spiroergometrie - Messung körperlicher Leistung unter dosierbaer Belastung mit einem Ergometer sowie Ermittlung verschiedener Parameter der Herz-Kreislauf-Funktion und der Atmung.

Seitenstechen - Aufgrund von Minderdurchblutung schütten innere Organe schmerzverursachende Stoffe aus. Mögliche Ursache sind u. a. verringerte Durchblutung des Zwerchfells, Training mit vollem Magen, zu starke Belastung, unregelmäßige Atmung. Auch durch verstärkten Blutstrom im Körper können in Milz und Leber Schmerzen entstehen.

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W

Wellness - Gegenwärtig "inflationär" genutzter Begriff auch für beliebige Alltagsprodukte. Grundsätzlich versteht man darunter Verfahren, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern, so auch bewusste Bewegung und sportliches, angepasstes Training.

 

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